Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Rikku: "Na, ja... dann gibt es nichts mehr, auf das wir warten sollten, oder irre ich mich da?" Sie sah erwartungsvoll auf einen dicken Strang, welcher quer durch den 'Raum' vom Hinterkopf her mit dem Gehirn verbunden war. "Jetzt gibts Kloppe." lachte sie etwas, zog ihre Waffen und ging zu den Strängen. Ohne wirklich darauf zu achten, was sie tat, schlug sie einmal auf den Strang... und dieser federte ihren 'Angriff' einfach nur zurück. "Höm?" fragte sie und schlug noch ein paar Mal auf den Strang... ohne auch nur einen Kratzer zu hinterlassen.
Gracia: "Lass mich mal kurz, Rikku." Ihre Stimme war immernoch unterkühlt. Sie schob sie ein bisschen zur Seite und begann mit dem Schwert in den Strang zu 'bohren'. Es ging zwar nicht unbedingt schnell, aber es war ein Erolg zu erkennen. "Okay. Ich mach die Löcher und du Rikku, stichst dann deine Waffe in das Loch und zerrst sie durch. So müssten wir sie klein kriegen..."
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Aerith: /"Da ist ja richtiges Teamwork verlangt...und kaum zu glauben...Gracia und Rikku an einem Strang...wow..."/
Die anderen taten es Rikku und Gracia gleich. Jeweils Chris und Maron, Riku und Roy, und Aerith tat sich mit Mira zusammen.
Draußen hatten sich Leon, Kairi und Rinoa ebenfalls aufgeteilt. Letztere bearbeitete die beiden Steine weiter oben...einen mit Magie und einen mit der Gunblade. Sakura konnte dabei nicht helfen und das war ihr auch ganz klar.
Nach einigen Anstrengungen rissen nach und nach die Hauptstränge und zeitgleich zersplitterten die Kristalle. Gracias Strategie hatte also ziemlich gut funktioniert. Der Riese reagierte mit jedem geschafften Part weniger. Beim ersten hatte er noch ohrenbetäubenden Lärm gemacht und seinen Laser abgeschossen.
Als die letzte Verbindung gekappt war, fühlte es sich in seinem Kopf an wie bei einem mittelstarken Erdbeben. Denn der Zerstörer fiel in sich zusammen. Beim Aufpall auf den mit Trümmern überhäufen Boden entstanden große Löcher, durch die die Innere Gruppe schließlich rauskonnte.
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Der letzte Schleim tropfte von den Schleimhäuten, als der Riese in sich zusammengefallen war. Gracia hatte sich nicht halten können und war geradewegs nach hinten weggefallen. Ein paar Mal knallte sie gegen die riesigen Wirbel des Riesens, bevor sie es schaffte, sich am Gaumen festzuhalten, bis der Riese schließlich still lag. Ein gewaltiger Schmerz durchzuckte ihren Rücken und wieder hatte sie das Gefühl, etwas warmes, flüssiges würde über ihn rinnen. "*-.-*" Etwa 2 Meter von ihr entfernt war nun die 'sichere Zunge', während unter ihr die beiden Röhren klafften. Gracia schluckte. /"Ganz schön. Mir tut alles weh und hier runter komm ich auch nicht."/ Ein riesiger Schleimtropfen tropfte von oben auf sie herab und begrub sie unter einer weiteren Schleimhaube. /"ich hasse es."/ Mühevoll schmierte sie ihr Gesicht frei und schnappte nach Luft. /"Es stinkt! Und ich stinke auch! Verdammter Zerstörerschleim."/ Sie sah nach auf die Zunge, nach unten in den tiefen Abgrund und schließlich nach oben. Dann schluckte sie. /"... Ganz toll."/
Rikku hatte sich während des Bebens erneut an Riku geklammert, um nicht Gracia hinterher zu fallen. gemeinsam waren sie gegen eine der Wände geklatscht, wo sie jetzt noch lagen. und wo sich Rikku ausgesprochen wohlfühlte. Immerhin lag sie so nah bei ihm wie schon... ihrer Meinung nach viel zu lange nicht mehr. "Dankeschön fürs Auffangen." sagte sie etwa 2 Minuten nach dem 'Beben', sah riku von unten herauf grinsend an und stand schlließlich auf, um nach draußen zu kommen.
Mira, deren Kratzspuren durch den ganzen Raum gingen, da sie sich sofort festgekrallt hatte, um nicht umherzufliegen, stand ebenfalls langsam auf und ging Rikku auf etwas wackeligen Beinen hinterher, nach draußen.
Dort sah Kairi schon mit großen Augen auf das Ungeheuer. Als sie Rikku und Mira sah, kam sie sofort auf sie zugerannt. "Ist alles in Ordnung bei euch?!" "Ja, es ist niemandem etwas passiert."
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Auch Chris, Roy und Maron waren ordentlich durchgerüttelt worden. Ersterer und letztere hatten ihre Karrusselfahrt kurz vor dem eigentlichen Ende schon abgeschlossen. Sie hatten beide Schwerter so weit in eine heilgebliebene Stelle gerammt und sich ZUSAMMEN daran festgeklammert, dass sie nun annähernd Probleme bekamen, sie wieder rauszuziehen.
Riku hatte auf Rikkus Dank nüchtern gelächelt und irgendwas von wegen 'Kein Problem' gemurmelt. Sein Niemand übertrieb währenddessen wieder maßlos. Gehirnerschütterung, fast sicherer Tod. Sowas in der Art hatte er herumgeschriehen.
Roy, den es von einer Seite zur nächsten gehauen hatte, saß am Ende des 'Bebens' schnaufend an der gegenüberliegenden Seite seiner Eltern. Sein erster wieder unverwackelter Blick ging in die Runde. Abgesehen von Mira und seiner Mam, die gerade gegangen waren, schienen alle da zu sein...nein! /"Gracia!"/ Er stand mit einem Ruck auf und ignorierte, dass er noch ein bisschen schwummrig war.
Sein anfangs verwackelter Weg führte ihn runter in Richtung Mund. Tatsächlich fand er in dem Bereich Gracia am Gaumen hängen.
Als er ankam, waren ziemlich...verdächtige Zusammenziehungen der Schleimhäute zu erkennen. /"Der wird doch nicht..."/ Oh doch, er wird! Aus einer der Röhren war ganz klar etwas zu erkennen, dass sich nicht unbedingt langsam der Oberfläche näherte.
Ohne länger zu warten sprang Roy den Röhren entgegen, rammte aber bevor er zu tief fiel sein Schwert in die Mundschleimhaut und holte im nächsten Atemzug Gracia aus ihrer...misslichen Lage. Mit ihr sprang er zur Zunge...wo er eigentlich noch vor hatte, sich irgendwo vor der ekligen Flüssigkeit zu verstecken. Der Plan ging aber nicht ganz auf...
Der Mund des Riesen öffnete sich, als letzte Bewegung, schlagartig und spülte eine gelbliche, dickliche Flüssigkeit heraus. Eine Minute später kamen Roy und Gracia, die von dem Zeug zwar getroffen aber nicht mitgerissen wurden, heraus. Als letzte...alle anderen waren schon draußen versammelt.
(^^')
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Die anderen, welche schon draußen waren, waren sofort zurückgewichen, damit diese alles andere als gesund wirkende Masse sie nicht auchnoch versiffte. Dann konnte man von drinnen etwas hören...
"IIIIIIIIIIIIIHH! KOTZE!" fast vollkommen mit der gelblichen Flüssigkeit überhäuft, tapste Gracia durch die knöchelhohe Kotze, welche über den Platz gelaufen war. "Das ist das letzte! Das allerletzte! Erst muss man durch die Gedärme dieses Monsters kriechen und zum Dank, wird man ausgekotzt!" Sie spaltete den Vorhang ihrer langen Haare, welcher sich schön eingeschleimt vor ihrem Gesicht gebildet hatte und sorgte dafür, wenigstens etwas sehen zu können. Sie suchte Roy und warf ihm trotz allem einen zutiefst dankbaren Blick zu. Bei ihrem Anblick konnten sich Kairi, Mira und Rikku kaum noch das Lachen verkneifen. Ausser letzterer, die es schließlich doch noch schaffte, brachen sie in lautes Gelächter aus.
Gracia: "Das ist wirklich alles andere als lustig!"
Kairi: "Wir lachen dich ja auch nicht aus! Sondern nur..." Sie wischte sich eine Träne aus den Augen.
Mira: "*xD* wir lachen dich nur an!"
Gracia: "Das glaube ich euch aufs Wort..." Sie seufzte und lies den 'Vorhang' wieder zufallen. So ging sie zu Riku, öffnete den Vorhang wieder und sah ihm mit schier unwiderstehlichem Dackelblick an. "Was muss ich tun, damit du uns..." Sie warf Rikku einen kurzen Blick zu, welche sie warnend ansah. Sie schluckte und verbesserte sich sofort. "... ich meine mich... so schnell es geht irgendwo hin mit ganz viel Wasser bringst? Wenn möglich, könntest du mir auch die Peinlichkeit ersparen, dass mich jemand sieht?"
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Riku lächelte leicht auf Gracias Bitte...sah aber im nächsten Moment schon wieder etwas ernster zu Rikku. "Brauchst gar nichts machen...ist doch gar kein Problem.", sagte er dann ruhig wieder an Gracia gewandt. Er nahm den Arm nach hinten und ein Portal erschien. "Führt EUCH zu einem der besten Badeorte, die es gibt (Dschüngel^^). Da ist mit sicherheit niemand sonst." Er zwinkerte.
Rinoa: "Und der Rest kann sich ja mit dem örtlichen Strand zufrieden geben."
Leon: /"Oh ja...wäre bei manchen äußerst angebracht."/
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Rikku sah Riku nur leicht fragend an, schüttelte dann jedoch den Kopf und sagte nichts mehr. War es vielleicht doch nur übertriebene mütterliche Fürsorge, welche verhinderte, dass sie die Sache zwischen Gracia und Roy guthieß? Gracia sah sie kurz an und überlegte, /"... sind es nicht eigentlich die Väter der Mädels, die so sind? ... .... ich dächte schon... *seufzt* Ach, ich hasse es ih... ................"/ Sie nickte Riku kurz sehr dankbar und verschwand dann ohne weiteres in dem Portal. In stiller vorfreude darauf, dass sie die Kotze gleich los sein würde.
->
Kairi sah ihr kurz nach und sah dann zu Roy. "Na los, Cassanova. Es gehört sich nicht, die Herzensdame warten zu lassen." Sie stieß Mira zwinkernd in die Seite und beide kicherten kurz.
Kairi: "Nein, nein. War nur ein Scherz. Viel Spaß euch beiden..."
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Roy verdrehte die Augen. So ein Kommentar musste ja wieder von Mira und Kairi kommen. Aber er lächelte, nickte, sah seinen Dad noch mal dankend an und war im nächsten Moment ebenfalls in dem Portal verschwunden. Gleich darauf schloss es sich.
-->
Leon rümpfte gespielt angeekelt die Nase. "Ihr wollt aber nicht den Zug zum Strand nehmen, oder? Das wär ja ne Beleidigung der Zivilisten!"
Sakura und Rinoa konnten sich darauf ein Prusten nicht verkneifen.
Maron: "Pfft...dein Vater hat ne ganz schön große Klappe...", zischte sie Chris zu und verengte die Augen.
Chris: "Kannst ihm ja was von deinem Schleim abgeben."
Maron: "...oder ich schubs ihn in die Kotze, dann hat er auch nen Grund zum baden..."
Rinoa: "Bevor ihr jetzt weiter böse Pläne schmiedet...lasst uns lieber alle zum Strand gehen und die, die eine Wäsche nicht nötig haben, relaxen einfach." Sie stand plötzlich hinter den beiden.
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Während Maron sich an Ort und Stelle noch ein bisschen Schleim aus den Haaren wrang, öffnete Riku für diejenigen, die nicht laufen wollten, ein Portal. Durch dieses verschwanden die Restlichen dann auch kurz darauf.
-->
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 964
Themen: 9
Registriert seit: Jun 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Mira marschierte sofort in die Küche und suchte nach etwas zu essen. danach wollte sie nur noch eins: Schlafen! zwar fragte sie sich einen witzigen moment lang wann Riku Roy und Gracia wieder zurück holen wollte aber eigentlich konnte es ihr ja egal sein. Mit einem Belegten Brötchen (salat,Käse,Gurke, Tomate^^' das beste was ich kenne) bewaffnet ging sie hoch ins zimmer und setzte sich ans Fenster.
[CENTER][/CENTER]
[CENTER]I'm not afraid to die like a man fighting, but I would not like to be killed like a dog unarmed.[/CENTER]
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Kairi und die anderen kamen nach Mira ebenfalls wieder hier an. Kairi ging auf direkten Wege zu dem Haus, in dem Riku wohnte und lehnte sich dort gegen die Wand. Sie wartete, bis er auch kam.
Kurz darauf kam auch Rikku wieder zu dem Haus. Sie lies sich nicht anmerken, dass sie etwas verwundert über Kairi war und fragte einfach. "Was willst du denn noch hier?"
Kairi: "Ich... muss Riku etwas über die Verschollenen fragen..."
Rikku nickte kurz und schloss stumm die Tür auf. Gerade als Kairi ihr ins Haus folgen wollte, drehte Rikku sich auf der Schwelle um und sah Kairi fragend und bittend zugleich an. Dann sagte sie leise, ungewohnt ernsthaft und ehrlich, "Weißt du... ich spüre, dass Riku die ganze Zeit in Gedanken ganz woanders ist. Ihn macht das... offensichtlich sehr fertig. Warum... gibst du ihm nicht etwas Zeit, damit er sich daran gewöhnen kann und überhaupt erstmal wieder einen anderen, einen klareren Gedanken fassen kann?" Sie seufzte. "Ich meine das jetzt nicht irgendwie eifersüchtig, oder so. Nein, ganz im Gegenteil. Ich mache mir nur Sorgen... und du solltest das genauso sehen, Kairi. Du bist nämlich auch kaum in der Lage an etwas anderes zu denken, als 'Wie kriegen wir sie zurück.' Glaubst du wirklich, heute... so kurz nach dem Verschwinden der beiden Schwestern würde etwas produktives rauskommen?"
Kairi sah auf den Boden. Sie sah ein, dass Rikku recht hatte.
Rikku: "Gebt euch... ihm... dir einfach ein bisschen Zeit darüber hinweg zu kommen. Ein oder Zwei Tage würden vielleicht schon reichen!" Sie senkte den Kopf. "Ich will dich natürlich trotzdem nicht daran hindern..." Sie deutete ins Wohnzimmer und ging dann selbst rein.
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Ohne Umwege gingen Aerith, Maron und Sakura in ihr Haus. Letztere beiden machten es sich unten auf der Couch bequem und tauschten jetzt erst richtig aus, wie es vorhin im jeweiligen Einsatzort abgelaufen war. Aerith machte indes eine Kleinigkeit zu Essen.
Leon und seine Family hatte sich auch gleich nach Hause begeben. Ihre Wege führten zwei von drei sofort ins Bett. Einzig Chris lag in seinem Zimmer und grübelte noch ein bisschen.
Als letzter kam dann Riku wieder ins Abendrotviertel. Irgendwie hatte er ein bisschen getrödelt. Ein Wunder, dass Rikku nicht auch erst jetzt wieder da war (^^'). Vor Kairi kam er zum Stehen. "Na dann...schieß ruhig los."
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Kairi seufzte. "Eigentlich... wollte ich dich nur nach dem Rätsel fragen... aber... ich glaube, deine Freundin hat Recht. Es ist erstmal besser, sich selbst Zeit zu geben um nachdenken zu können..." Sie sah ihn an. "Vielleicht morgen, okay? Ich bin eh müde..." Sie trottete zu 'ihrem' Haus und ging direkt in die Waagerechte... und ind Traumland über. Genauso wie Rikku im anderen Haus.
Irgendwann, es war schon sehr dunkel geworden, kamen dann auch Gracia und Roy wieder an... jedoch nicht auf dem Platz, sondern leicht... woanders. Nämlich auf einem Haus, direkt gegenüber des Platzes.
Gracia: "Öh... da hat wohl was nicht ganz geklappt." lachte sie etwas.
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Zu der Zeit, als Roy und Gracia auf dem Dach ankamen, herrschte in allen Häusern schläfrige Stille. Kein Licht brannte mehr. Niemand war mehr wach. Riku war kurz nach Kairi ebenfalls rein gegangen und hatte sich hingelegt. Chris war irgendwann einfach weggeknickt. Im 'Damenhaus' war Aerith schon kurz nach dem Abendbrot im Bett verschwunden...Sakura und Maron waren auf den Sofas eingeschlafen.
Als sie angekommen waren, hatte sich Roy erstmal kurz verwirrt umgesehen. Dann aber fing er an zu grinsen und lachte innerlich kurz auf. "Hm, da ist scheinbar was schief gegangen."
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Gracia: "Das passiert wohl, wenn die 'Kinder' zu spät von ihren Ausflügen zurückkommen und das Taxi schon führerlos ist." Sie kicherte etwas. "Na, dann..." Sie sah sich zu ihm um. "Willst du die Geschichte immernoch hören oder sollten wir das lieber auf morgen verschieben?" /"... Hauptsache es hört keiner zu... Ich hasse es, darüber zu sprechen... aber bei roy... ist das was anderes. Ihm will ich es ja fast schon erzählen."/
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
"Sieht ganz so aus." Sein Blick schweifte kurz rüber zu seinem Haus. Irgendwie schien es ihm grade unwirklich, dass es jetzt wieder vier Bewohner hatte. Er konnte sich aber schnell wieder von dem Gedanken lösen, als Gracia ihn fragte, ob er die Geschichte noch hören wollte. Leicht kopfschüttelnd wandte er sich wieder zu ihr. "Nein, nein. Erzähl ruhig jetzt noch. Wenn wir's verschieben...gerät's vielleicht wieder in Vergessenheit."
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Gracia nickte seufzend und setzte sich im Schneidersitz auf das Dach.
"Also... ich bin auf einer Welt geboren, die sich von euren hier... sehr unterscheidet. Du kannst dir vielelicht garkeinen Ort wie diesen vorstellen. Er ist... sehr speziell. Nicht nur von der Sprache und allgemein der Kultu her... nein, sondern auch durch bestimmte... nennen wir es Verhaltensweisen. Zuerst musst du wissen, dass meine Welt... den euren sehr nachhängt, was die Entwicklung angeht. Bei uns gab und gibt es bis heute noch soetwas wie Könige, den Adel... wir lebten in einer Zeit, da war an Dinge wie den Computer noch garnicht. Ich erinnere mich daran, was es für einen Aufruhr gab, als sie es geschafft hatten, ein primitives Gewehr zu entwickeln. Wo man nach jedem Schuss eine neue Kugel in den Lauf stecken musste, massenhaft Schießpulver hinterherschütten und dann vorne anzünden musste." Sie lachte wehmütig. "Aber der wichtigste Unterschied war der, dass man in unserer Welt, soetwas wie schlechte gefühle nicht kannte. Man kannte keinen Hass, nichtmal ein 'nicht mögen' nichts der gleichen. Es war eine Welt, wo... immer Sommer war und das ganze Leben gewisser Maßen ein Fest." Sie beobachtete Roy genau um seine Reaktion abschätzen zu können. "In diese Welt bin ich reingeboren worden. Als Tochter des Königs, als Tochter des Mannes, der das Sagen auf der Welt hatte. Du kannst dir sicher vorstellen, was das für ein großes Ereigniss war. Endlich war die Thronfolgerin geboren, die das ewige fest weiter führte." Sie verdrehte die Augen und sah auf den Boden. "In soeiner Welt bin ich aufgewachsen. Meine ganze Kindheit darauf erzogen, gut auszusehen, zu lächeln, Fremden ihren Willen zu geben und natürlich irgendwann den Platz meines Vaters einnehmen zu können. ... Du musst Wissen, ich habe mit der Gracia von früher nichts mehr zutun, stell dir mich also bitte nicht als die vor, die jetzt vor dir sitzt. Damals war ich... sehr eingebildet und sehr, SEHR oberflächlich. Ich hatte alles was ich wollte. Jeder Wunsch wurde mir von den Augen abgelesen und bei jeder noch so kleinen Träne wurde ich überschüttet mit Geschenken, die mich wieder fröhlich machen sollten. Für das alles musste ich natürlich einen hohen Preis zahlen. Für meine Begriffe heute, viel zu hoch. Die ersten 10 Jahre meines Lebens bestanden hauptsächlich darin, dass ich in allem möglichen Zeug unterrichtet wurde. in allem möglichen LANGWEILIGEN Zeug. Dinge die für dich ganz alltäglich waren, die durfte ich mir nichtmal vorstellen. Keine Kämpfe. Kein Breitbeiniges Reiten. Nichts. Stattdessen gab es für mich Unterricht in Dingen wie 'Gutes Benehmen bei Tisch', 'Gutes Benehmen bei Gästen', 'Gutes Benehmen vor den Untertanen', 'damenhaftes Rechnen und Schreiben' und nicht zu Vergessen 'Gutes Benehmen in Anwesenheit von Männern'." Sie verdrehte die Augen. "Aber ich habe mich nie beschwert. Ich habe nie gemurrt, ich kannte es ja nicht anders. Außerdem hatte ich von meinen Eltern sowieso nicht viel. Meine Mutter hatte immer Schreibarbeit im Auftrag meines Vaters und mein Vater hatte immer zutun mit Generälen, dem Volk, Gesandten von anderen Welten. Um die Prinzen sollte ich mich natürlich kümmern. Es hätte ja sein können, es kommt bald eine Verbindung mit einer anderen Welt zustande, die noch mehr Macht bot." Sie seufzte. "So kam es, dass ich mit 9 gaanz knapp an meinem 'ersten Mal' vorbeigeschrabbt bin. Mit 10 hatte ich... oder eher mein Vater... den ersten Heiratsantrag von einem Prinzen in der Tasche. Das war der Tag, an dem sich was in mir bewegt hat. Ich hatte eine Geschichte gehört, ein Märchen des Volks. Mein Lehrer hatte sie mir vorgelesen und gesagt, er hätte es von der Freundin seiner Tochter, einem Bauernmädchen. Du wirst es nicht glauben, aber bis dahin hatte ich noch nie auch nur eine richtige Freundin. Noch nie. Natürlich kannte ich einige Tochter hochadliger Familie, aber... das ist ja nicht das Gleiche. Auf jeden Fall, hat er mir das Märchen vorgelesen. Es handelte von einem ganz normalen Mädchen, dass immer barfuß herumlief und ihren totkranken Vater versorgte indem sie jagen ging. Mit einem Schwert, auf einem Pferd, breitbeinig und ohne Sattel... als ich das gehört hatte, war mir der rest der Geschichte egal. Ich stellte mir nurnoch vor, wie das wohl sein musste. Und ich entdeckte etwas ganz neues in mir. Einen eigenen Willen!" Sie sah roy mit traurigen und doch leuchtenden Augen an. "Ich wusste, dass meine Eltern mir sowas niemals erlauben würden. Also beschloss ich es nachts zu tun. Ich gab den Dienern, welchen ich über den Weg lief, ein paar Befehle, dass konnte ich schließlich. Befehle erteilen. ... Äh... ja. Und ging dann raus in den Stall. Stahl mir mein Pferd... setzte mich drauf... und viel runter, noch bevor ich aus dem Stall rauskam. Sofort waren die Wachen gekommen, hatten mich gefunden und ins Schloss gebracht. Meine erste Verletzung, ein 5cm langer Kratzer auf dem Handrücken den ich mir beim Sturz geholt habe, wurde behandelt, als wäre ich schwerverletzt. heiler kamen. Der Arm wurde dick verbunden und eingegipst." Sie verdrehte die Augen. "3 Monate wurde ich regelrecht ans Bett gefesselt. Aber dieser eine kurze Ritt... der ging mir nicht aus dem Kopf... .... Ein Jahr verging und ich unternahm immer wieder solche Aktionen. Mit mehr Glück als beim ersten mal. Meist blieb ich unbemerkt. Dann... einen Tag vor meinem Geburtstag, kam eine Kutsche vor unserem Schloss an. Eine ganz blasse Frau mit schneeweißen Haaren, heller sogar noch als deine, in einem schwarzen Umhang stieg aus. Sie war eine Gesandte eines anderen Königreichs, wie so viele vor ihr, verlies auch sie mit meinem Vater gemeinsam den Esstisch und sie verschwanden ins Arbeitszimmer. Den ganzen Tag haben sie sich dort im Arbeitszimmer eingeschlossen. Niemand wusste was los war. Als ich mich dann grade in meine Gemächer... äh... ich meine in mein Zimmer zurückziehen wollte, um dann zu schlafen, kamen sie endlich raus. Sie hatte ein fieses Grinsen auf den Lippen. Die Augen meines Vater waren leer. Sie kamen auf mich zu, ich wich einen Schritt zurück, er kam näher... und hat mir eine Ohrfeige gegeben. Ohne Grund. Ich weiß nicht... warum... das war das erste Mal, da mich jemand geschlagen hatte." Sie schluckte, sah nach oben und biss sich auf die Unterlippen. Als sie weiter redete, kämpfte sie mit den Tränen. "Und das obwohl schon die Todesstrafe darauf stand, mich nur ohne meine Zustimmung zu berühren... zumindest für normale Leute..." Sie schüttelte den Kopf und sprach gedämpft weiter. "Ab dem Tag änderte sich mein Leben. Am Tag darauf, meinem 11. Geburtstag war ich das gespött des gesamten hohen Adels. Als wir ins Theater gingen, wurde es noch schlimmer, alle lachten über mich... es war so erniedrigend für mich... ich kannte sowas ja garnicht! ... Ich hasste Theaterstücke, also hielt ich es für besser, einfach zu schlafen. Das hat mich davor bewahrt... zu einer Art Zombie zu werden. Als ich aufwachte, war ich allein. Ich lag auf dem Boden. Von oben bis unten voller Schlamm..." Sie schüttelte den Kopf. "Irgendwie wurde ich dann von einer Gruppe junger Rebellen aufgenommen, allesamt Jungen die älter waren, als ich. Sie hielten mich für nichts besonderes, also durfte ich bleiben. Erst als sie bemerkten, wie ich mich benahm, wurden sie misstrauisch. Und ich, eingebildet und oberflächlich wie ich war, sagte ihnen natürlich, dass ich die Prinzessin war. Von dem Moment an, war ich natürlich ein Püppchen das herumgereicht wurde. Und der Hauptlohn, wenn man etwas richtig gemacht hatte, war ein Kuss von mir. Man wusste ja schließlich, dass ich Männern keinen Wunsch abschlagen durfte und konnte." Sie senkte den Blick und sah wieder auf den Boden. Als sie weitersprach, flüsterte sie. "Mit 11 Jahren, saß ich also auf der Straße. Natürlich habe ich versucht nach Hause zu kommen, aber mittlerweile hatte die komische Frau, Pardona nannten wir sie, die ganze Welt unter ihrer Kontrolle und die Bewohner in eine Art Zombie verwandelt. Sie waren leere Hüllen, getrieben von Hass auf alle und jeden. Wer auf die Straße ging, der starb oder wurde zu einem von ihnen. Das war unser leben. Mit der Zeit wurden wir immer mehr und immer mehr. Und mein Wille wurde immer stärker. Irgendwann, als man nach mehr forderte, als einem Kuss platzte mir der Kragen. Ich wollte das alles nichtmehr, also hielt ich dem Idioten seinen eigenen Dolch an die Kehle und besorgte mir so den nötigen Respekt in der Gruppe. Die nächsten 3 1/2 Jahre lehrten sie mich das kämpfen und alles was ich und sie für nötig hielten. Ich verlor fast alle meine 'gute Erziehung' und wurde mehr und mehr zu der, die ich heute bin. Während Ithaniak immer mehr in Dunkelheit versank. Mit knapp 14 1/2 wurde ich schließlich vollwertiges Mitglied unseres kleinen Rebellentrupps. Wir planten, in den Palast einzudringen um zu verstehen, was mit den restlichen Menschen passiert war." Sie sah Roy ruhig an. "Von meiner Familie war nichtmehr viel übrig und das, was noch da war, zerstörten wir. Dann sahen wir uns im Schloss um. ich ging in das Arbeitszimmer meines Vaters. Und... er stand noch dort. Eine leere Hülle, deren Seele man genommen hatte. Er griff mich an. Ich schlug zurück. Aber, eine miserable Kämpferin wie ich bin, hatte ich keine Chance. Wir flohen mit weniger als der Hälfte des ganzen Trupps aus dem Palast. 5 Leute waren wir noch. Davon waren 2 schwerverletzt und praktisch unbrauchbar. Ich versuchte sie zum Gehen zu überreden doch als sie sich nach 3 Monaten endlich entschlossen hatten, war es zu spät. Sie überrannten uns und innerhalb kürzester Zeit, war ich allein. Kämpfen konnte ich natürlich nicht, also floh ich. Noch auf dem Weg zum Schloss fand ich heraus, was die Menschen zu dem gemacht hatte, was sie waren. Gesteuert durch ihre eigene Musik, gesungen durch die Hexe, waren sie Gefangene unseres eigenen endlosen Festes geworden. Ich stahl den Jet meines Vaters, er war die neuste Erfindung, die Pardona nach Ithaniak gebracht hatte, und floh... 2 Monate einfach gerade aus. Lebend von dem Zeug, was in dem Jet lagerte."
Sie sah schweigend nach oben, in den Sternenhimmel und eine träne lief über ihre Wange. "Das ist es. Der Abstieg einer Prinzessin. Vom geachtetsten und doch am misshandeltsten Wesen der Welt zu einer widerlichen und freien Straßenrebellin, die irgendwann in deine Arme gefallen ist und sich auchnoch darüber freut, deine Gefangene zu sein." Sie sah ihn glücklich und traurig zugleich an und flüsterte, "Ich hatte alles was ich wollte und hatte doch nichts... Vielleicht verstehst du mich ja jetzt besser..."
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.
Beiträge: 11.053
Themen: 101
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Ein 'rückständiges' Königreich in dem scheinbar ewiger Frieden geherrscht hatte. Gracia als Prinzessin, die zu beispiellosem Benehmung geschult wurde. Eingebildet und Oberflächlich. Mit 10 Jahren schon so gut wie verlobt! Überbesorgte Eltern und schließlich die große Wende. Eine komplette Umgestaltung einer ganzen Welt. Seiner Einwohner...
Während Gracia ihre Geschichte erzählt hatte, hatte auch Roy sich aufs Dach gesetzt. Einige Male hatte sich sein Blick verändert. Am Anfang ungläuig und fast schon so, als würde man Versus einen niedlichen, gutherzigen Zeichentrickfilm vorspielen. Dann kam der genauere Einblick in Gracias damaliges Leben. An der Stelle, an der sie von den Prinzen erzählte, für die sie immer mehr oder weniger zuständig war, hatte sich das erste Mal seine Miene 'richtig' verzogen. Einpaar weitere Stellen folgten.
Ihre eigene Reaktion, als sie geendet hatte, war für ihn gut nachvollziehbar. Es war bestimmt nicht gerade einfach, so eine Lebensgeschichte zu erzählen.
"Ich verstehe dich jetzt besser...danke, dass du es mir erzählt hast.", sagte er ruhig und sah sie aufmunternd an. "Das alles klang ja schon hart...es wundert mich ganz ehrlich nicht, dass du dich zu der Gracia verändert hast, die du heute bist."
Ein Held ist nicht derjenige, der stark genug ist zu leben, sondern derjenige, der mutig genug ist, sein Leben für jemand anderes zu geben.
Beiträge: 11.601
Themen: 55
Registriert seit: May 2008
Bewertung:
0
RE: Abendrotviertel
Gracia atmete etwas zittrig ein und schließlich wieder aus. Den Blick senkte sie auf das Dach. "Und trotzdem bleibt das Gefühl des Hochverrats am eigenen Volk..." murmelte sie leise zu sich. So leise, dass man es kaum hören konnte. Sie seufzte, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sah ihn wieder an. "Du bist der erste und vorerst auch einzige Mensch, der das alles... Alles... über mich weiß. Ich bitte dich... geh achtsam damit um. Ich will nicht, dass ich irgendwann wieder zu dem Prinzeschen werde, dass ich war. Auf Händen getragen und mit Füßen getreten. Ich will überhaupt nicht, dass jemand weiß, wer oder was ich bin. Bitte... egal was passiert... behalte es für dich." Sie sah ihn flehend an und fiel ihm um den Hals. "... versprich es mir..." flüsterte sie leise.
Stand in the ashes of a trillion dead souls and ask if honor matters. The silence is your answer.